Leipzig, 17:00 Uhr – für viele der Feierabend, für uns der Start in einen besonderen Austausch. Insgesamt 13 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) kamen zusammen, um gemeinsam mit der Weiterbilderin Nora Grosse und mir Manuela Amm (Koordinatorin des Leipziger Weiterbildungsverbundes) die Themen zu beleuchten, die den medizinischen Nachwuchs in unserer Region aktuell wirklich bewegen.

Es war eine Atmosphäre, die von Anfang an durch Offenheit und eine ganz besonderes vertrauensvolles Miteinander geprägt war. Besonders schön: Eine Teilnehmerin brachte ihre erst wenige Wochen alte Tochter mit – ein kleiner Gast, der uns wunderbar vor Augen führte, dass Beruf und Familie im Leipziger Verbund zusammengehören.

Themen, die bewegen: Von Hausbesuchen bis zur Niederlassung

Der inhaltliche Austausch war intensiv und praxisnah. In der Runde mit Nora Grosse standen brennende Fragen zu Hausbesuchen, KV-Diensten, Förderungen und Fortbildungen im Mittelpunkt. Nora Gosse teilte dabei ihre persönlichen Beweggründe, warum sie Weiterbilderin geworden ist und was sie sich für eine gute Zusammenarbeit in der Praxis wünscht.

In unserer Umfrage zeigte sich ein erfreuliches Bild: Die meisten Ärzte in Weiterbildung sind mit ihren derzeitigen Weiterbildungseinrichtungen überaus glücklich. Besonders spannend war zudem, dass ein überraschend großer Teil der jungen Kollegen fest plant, später in die eigene Niederlassung zu gehen – ein starkes Signal für die medizinische Versorgung in Leipzig.

Ein Blick auf die Rolle in der Praxis

Ein markantes Ergebnis unserer Abfrage betraf das Rollenverständnis im Praxisalltag. Über alle Weiterbildungsjahre hinweg gaben die ÄiW an, sich derzeit fast ausschließlich in der Patientenversorgung zu sehen. Das zeigt uns: Während die patientenorientierte Arbeit hervorragend läuft, darf der Aspekt der „Lehre“ – also der Raum für gezieltes Lernen und Ausbilden – noch stärker in den Fokus rücken. Hier sehen wir als Verbund einen wichtigen Ansatzpunkt, um gemeinsam mit den Weiterbildern daran zu arbeiten, dass die Ausbildung neben dem Praxisbetrieb den Raum bekommt, den sie verdient.

 

Berührende Impulse zum Abschied

Bevor sich die Runde auflöste, nutzten viele die Gelegenheit für ein kurzes schriftliches Feedback über unser Farbsystem. Die Rückmeldungen auf den roten Karten, die direkt an den Verbund gerichtet waren, haben mich als Koordinatorin sehr berührt. Es ist schön zu spüren, wie froh viele über die Unterstützung und das Netzwerk sind. Gleichzeitig nehmen wir die vielen Impulse – wie den Wunsch nach verstärkten Fortbildungsangeboten – dankbar auf, um unsere Arbeit stetig weiter zu entwickeln.

Es war ein rundum wundervoller Abend, der gezeigt hat, wie wichtig dieser direkte Dialog ist. Ein herzliches Dankeschön an alle für die Offenheit und die wertvolle Zeit!